WebGrab+Plus – a multi site incremental xmltv epg grabber.

 

Webgrab+plus sammelt TV-Programminformationen von ausgewählten TV-Zeitschrift Internetseiten und speichert diese auf unserem Server in einer guide.xml Datei ab.

Diese Datei lässt sich später in TVh importieren um den Channels die neue EPG-Quelle zuweisen zu können.

 

Diese Guide Informationen sind meist wesentlich umfangreicher als welche, die über Satellit zu Verfügung stehen. mit Season + Episoden Nummern, was eine Serienaufnahmen Programmierung wesentlich einfacher gestaltet.

Zudem hübscht es TV Programminformationen mit Film/Serien-Bildern auf.

Kommen wir zu der installation (angelehnt an Teil 1, Tvheadend)

  1. Installation WebGrabPlus+
  2. Installation der site.ini.pack
  3. Konfiguration der Kanäle
  4. Installation meines Genre Mappers
  5. Installation vom tv_grab_wg++ Grabber für Tvh
  6. Cron Autostart Konfigurieren.

ab in die Konsole 😉

 

1.1 Installation WebGrabPlus+

 

sudo -s

cd /var/spool/hts
apt-get install mono-complete
wget http://www.webgrabplus.com/sites/default/files/download/SW/V2.1.0/WebGrabPlus_V2.1_install.tar.gz
tar -xvf WebGrabPlus_V2.1_install.tar.gz
rm WebGrabPlus_V2.1_install.tar.gz
mv .wg++/ wg++
cd wg++
./install.sh

WebGrabPlus ist nun in /var/spool/hts/wg++ installiert !

 

1.2 Update WebGrabPlus+

cd /var/spool/hts
wget http://webgrabplus.com/sites/default/files/download/SW/V2.1.5/WebGrabPlus_V2.1.5_beta_install.tar.gz
tar -xvf WebGrabPlus_V2.1.5_beta_install.tar.gz
cp -R .wg++/* wg++/
rm -rf .wg++

 

2. Installation der siteini.pack

Wir bleiben als root im Verzeichniss /var/spool/hts/wg++

Wir entfernen das „ungepflegte“ alte site.ini.pack und installieren ein aktuelles aus meinem Github Repository (ich halte nur Horizon aktuell)

cd /var/spool/hts/wg++
rm -rf siteini.pack/
git clone https://github.com/DeBaschdi/webgrabplus-siteinipack.git
cp -R webgrabplus-siteinipack/siteini.pack/ siteini.pack
cp siteini.pack/International/horizon.tv.* siteini.user/

 

3. Konfiguration des WebGrab++

Anmerkung : WebGrab++ verwendet alle Dateien im Unterordner siteini.user

-Dort befindet sich jetzt die horizon.tv.ini , diese Datei enthält Informationen wie auf der Horizon Homepage der Grabber arbeiten muss, um später auch eine XML zu bekommen!

-Die andere Datei, horizon.tv.channels.xml enthält alle zur Verfügung stehenden Kanäle von der Horizon Homepage, (manche sind mehrfach vorhanden, da es verschiedene Sprachen gibt, uns interessieren allerdings nur die Deutschen, kenntlich mit „site_id=“DE/deu“)

Jetzt müssen wir uns überlegen welche Kanäle wir ein EPG von Horizon spendieren wollen, dazu ist die Datei WebGrab++.config.xml zuständig , diese befindet sich direkt in /var/spool/hts/wg++/

Wir öffnen diese Datei in einem Editor und editieren wie folgt für beispielsweise ARD + ZDF +HR :

<?xml version="1.0"?>
<settings>
   
  <!-- for detailed info about the settings see http://webgrabplus.com/documentation/configuration/webgrabconfigxml -->
   
  <filename>guide.xml</filename>
  <mode>nomark</mode>
  <postprocess grab="y" run="n">mdb</postprocess>
  <user-agent>Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1; WOW64; rv:29.0) Gecko/20100101 Firefox/29.0</user-agent>
  <logging>on</logging>
  <retry time-out="5">4</retry>
  <timespan>7</timespan>
  <update>i</update>
 
  <!--
            Replace the next dummy channel entry with the channels you want.
                        You can look into the installed siteini.pack folder on your computer
  
            For the latest version,
            see http://webgrabplus.com/epg-channels for the available sites/channels
  -->
  
    <channel update="i" site="horizon.tv" site_id="DE/deu_29438503040__https://wp2-images-de-dynamic.horizon.tv/ChannelLogos/02/daserste_hd.png" xmltv_id="Das Erste HD">Das Erste HD</channel>
    <channel update="i" site="horizon.tv" site_id="DE/deu_29438503164__https://wp21-images-de-dynamic.horizon.tv/ChannelLogos/02/zdf_hd.png" xmltv_id="ZDF HD">ZDF HD</channel>
    <channel update="i" site="horizon.tv" site_id="AT/deu_554823718962__https://wp17-images-at-dynamic.horizon.tv/Logos/1017.f.png" xmltv_id="hessen fernsehen">hessen fernsehen</channel>
 
</settings>

Wollen wir mehrere Kanäle hinzufügen, kopieren wir uns die einzelnen gewünschten Zeilen aus der horizon.tv.channels.xml in die WebGrab++.config.xml mit copy + paste.

<mode>nomark</mode> —-bedeutet das neue Inhalte nicht mit einem (n) versehen werden.
<timespan>7</timespan> —–8 Tage EPG im Voraus (0 heute)
<update>f</update> full update.. oder auch >i< inkrementales

 

3.1 Verzeichniss an user hts übergeben, und als user hts eine guide.xml erstellen

chown -R hts:users /var/spool/hts/wg++
sudo -u hts /var/spool/hts/wg++/run.sh

 

Anschließend startet der Grabber und wird für die 3 Kanäle ca 5 Minuten brauchen.

 

Die erstellte guide.xml befindet sich in /var/spool/hts/wg++/guide.xml

 

4. Installation meines Genre Mappers

dieser ermöglicht uns die Anzeige der Content Icons in Tvheadend, sowie Die Möglichkeit ein farblich gekennzeichnetes EPG in Kodi zu bekommen.
Vorraussetzung dafür wäre das unsere guide.xml im abschnitt <category> die genormten EIT Genre beinhaltet.

So ziemlich alle TV-Guide Internetseiten auf denen webgrabplus+ grabbt haben ihre eigenen Category/Genre Definitionen, also ein großes durcheinander außerhalb der NORM!
Beispielsweise führt Horizon das genre „Kinder, 10 16“
damit können aber tvheadend und kodi nichts anfangen.

Mein Script würde beispielsweise das gegrabbte „Kinder, 10 16“ nach EIT NORM „“Entertainment programs for 10 to 16“ mappen.

Da das Script in Perl geschrieben ist, verlangt es nach einem installierten Perl.

 

cd /var/spool/hts/wg++/bin/
apt-get install perl
wget -O /var/spool/hts/wg++/bin/genremapper.pl https://takealug.de/wordpress/downloads/genremapper.txt
chown hts:users genremapper.pl
chmod a+x genremapper.pl

 

5. Installation vom tv_grab_wg++ Grabber für Tvh

wget -O /usr/bin/tv_grab_wg++ http://www.webgrabplus.com/sites/default/files/tv_grab_wg.txt
chmod a+x /usr/bin/tv_grab_wg++
joe /usr/bin/tv_grab_wg++

 

Folgende 2te Zeile bearbeiten, abspeichern :

xmltv_file_location=/var/spool/hts/wg++/guide-mapped.xml

 

6. Cron Autostart Konfigurieren

Wir erstellen uns ein Script, welches Cron zur angegebenen Zeiten starten soll.

Das Script soll erst den WebGrabPlus+ grabben lassen, anschließend soll mein Genre mapper drüber laufen.

cd /var/spool/hts/wg++/bin/
joe epgloader.sh

 

Folgenden Inhalt einfügen, abspeichern

#!/bin/sh

## aufräumen ##
rm /var/spool/hts/wg++/guide-mapped.xml

## webgrab+ starten ##
sudo -u hts /var/spool/hts/wg++/run.sh

## genremapper drüber laufen lassen ##
sudo -u hts /var/spool/hts/wg++/bin/genremapper.pl < /var/spool/hts/wg++/guide.xml > /var/spool/hts/wg++/guide-mapped.xml
chown -R hts:users /var/spool/hts/wg++/guide-mapped.xml

 

Rechte anpassen, Datei ausfürbar machen :

chown hts:users epgloader.sh
chmod a+x epgloader.sh

 

Jetzt testen wir unser Script, und schauen ob eine guide-mapped.xml in /var/spool/hts/wg++ erstellt wird.

 

/var/spool/hts/wg++/bin/epgloader.sh

 

In dem Script ist eine „warnung“ eingebaut, die euch informiert falls ein genre gefunden wurde, für das es keine definition zum mappen gibt.
Diese neue Definition könnt ihr im Script selbst hinzufügen.
Ich hoffe das Script ist selbsterklärend, sodass ihr es selbst „aktuell“ halten könnt.

 

Wenn alles zu unsrer Zufriedenheit geklappt hat, editieren wir unser Cron.

Cron von root editieren

crontab -e -u root

Folgendes anpassen, abspeichern, wichtig ist, dass der Cursor in der letzten freien Zeile steht beim abspeichern, siehe Screenshot

 

In diesem Beispiel wird das Script täglich um 4:30 ausgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung : erster Tab steht für Minuten, der Zweite für die Stunde.

 

 

!!FAST GESCHAFFT!!

Jetzt starten wir tvheadend neu, und deaktivieren alle grabber, bis auf einen, und zwar unseren neuen internen, den tv_grab_wg++

 

service tvheadend restart

 

mit Firefox http://deine-server-ip:9981/tvheadend aufrufen, als Admin anmelden, folgende Konfigurationen übernehmen, abspeichern :

 

Hier deaktivieren wir auch den OTA Grabber, der auch als Cron Dienst über TVH läuft, aktivieren aber den internen Grabber und stellen die Cron Zeit ca 3H später ein, als wg++ startet.

Beispiel : unser wg++ grabbt um 4:30, bei entsprechender Anzahl der Kanäle dauert es eben bis er fertig ist.

Bei Ca 40 Kanälen kommen wir mit einem Versatz von ca 3H gut hin, starten den internen tvh grabber also um 7:30!

 

Mit einem Klick auf „internen grabber neustarten“ liest Tvheadend die EPG Kanäle aus der XML ein, diese tauchen im Reiter „EPG Grabber Kanäle“ anschließend auf.

Jetzt müssen wir lediglich, als letzten schritt unser XML-EPG den Kanälen zuweisen,

 

Folgende Konfiguration im Reiter Kanäle vornehmen :

 

 

 

Sind alle „3“ Kanäle zugewiesen, speichern wir ab, und starten den internen Grabber erneut.

Jetzt sollte das EPG eingelesen sein.

 

JIPPIII Geschafft!!!!! 🙂

 

Unsere Belohnung Sieht in Kodi so aus : EIN SEXY EPG

 

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Forums Diskussion zum Beitrag https://takealug.de/wordpress/community/diskussionen-zu-beitraegen-webgrab/anleitung-zu-webgrab/#post-5

 

 

 

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Linux statt Windows: Es ist Zeit für den Umstieg

 

Der freie Desktop ist für immer mehr Nutzer interessant. Altbekannte Vorurteile stimmen nicht mehr.

 

Windows-Nutzer haben es derzeit nicht leicht: Eine schier endlose Reihe von Update-Problemen haben die Microsoft-Entwicklung gehörig ins Straucheln gebracht. Kombiniert mit den umfangreichen Datensammlungen von Windows 10 und immer neuen Sicherheitsproblemen schlittert das Betriebssystem zunehmend in eine Vertrauenskrise. Dies bringt wiederum so manchen User zum Grübeln: Wozu eigentlich all dieser Ärger? Eine Frage, die durchaus berechtigt ist, gibt es doch Alternativen. Und zwar welche, die für einen großen Teil der Nutzer längst einen vollständigen Ersatz darstellen können – und noch dazu kostenlos sind.

Go Linux!

Das freie Betriebssystem Linux hat sich in den vergangenen Jahren massiv weiterentwickelt, und dient sich somit zunehmend als echte Alternative zu Windows an. Die Vorteile sind dabei augenscheinlich: So sucht man etwa im Hintergrund spionierende Programme hier vergeblich. Doch nicht nur das: Der Code ist komplett Open Source, wodurch Dritte überprüfen können, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugeht. Einen Antivirenscanner kann man sich unter Linux ersparen. Vorinstallierte Bloatware von Geräteherstellern oder Microsoft? Fehlanzeige. Und nicht zu vergessen: dank der großen Flexibilität läuft das Ganze auch auf Rechnern, die längst nicht mehr stark genug für Windows 10 sind.

Parallel dazu begünstigt noch ein weiterer Trend den Linux-Desktop: Über die Jahre hat sich die Desktop-Nutzung immer stärker in den Browser verlagert. Für eine wachsende Zahl an Usern ist dieser das einzige wirklich wichtige Programm am Desktop. Und davon profitieren natürlich Windows-Alternativen. Denn ob Chrome, Firefox oder Opera – all diese gibt es auch unter Linux, und funktionieren dort ebenso gut wie unter Microsofts Betriebssystem.

Doch ist all das auch für mich selbst eine Option? Und wenn ja: wie komme ich eigentlich dazu, und welche Probleme kann es geben? Diese und andere zentrale Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden.

Für wen ist ein Linux-Umstieg interessant – und für wen nicht?

Am einfachsten ist der Wechsel für all jene, die ihren Desktop-Alltag ohnehin im Browser verbringen. Wer sich die gesamte Zeit zwischen Facebook, Youtube und Gmail herumtreibt, für den ist komplett egal, welches Betriebssystem darunter läuft. Doch natürlich gibt es unter Linux auch sonst ein breites Softwareangebot – von der Office-Software bis zu Spielen wird hier praktisch nichts ausgelassen.

Gleichzeitig kann aber natürlich nicht geleugnet werden: Wer gewisse, spezifische Profi-Tools für die Arbeit braucht, wird mit Linux nur begrenzt glücklich werden. Programme wie Photoshop oder Lightroom lassen sich zwar auch mit gewissen Tools wie wine unter Linux lauffähig machen, für technisch wenig versierte Nutzer ist dies aber keine realistische Option. Der zweite Problembereich sind Spiele:

Wer laufend aktuelle High-End-Games nutzen will, ist mit Windows besser bedient – das lässt sich nicht anders sagen. Zwar hat sich die diesbezügliche Situation nicht zuletzt dank einer Linux-Portierung von Steam in den letzten Jahren verbessert, insbesondere dank dem Compatibility Layer Proton,  in diesem Bereich ist aber der Unterschied zur Microsoft-Welt sicherlich weiterhin am Größten, auch wenn der Vorsprung immer kleiner wird.

Interessant könnte in solchen Fällen allerdings die Option sein, Linux parallel zu Windows zu installieren – ein sogenanntes Dual-Boot-System. Dann könnte man etwa den Desktop-Alltag beim freien Betriebssystem verbringen, und einfach für ein Spiel mit einem raschen Reboot auf Windows wechseln.

Linux Mint mit dem schlanken Cinnamon-Desktop.

Welche Linux-Variante soll ich wählen?

Die freie Natur von Linux hat dazu geführt, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten gibt – sogenannte Distributionen. Ein Angebot, das für Neueinsteiger schon mal verwirrend sein kann. Insofern empfiehlt es sich, sich zunächst mal an die Klassiker zu halten: Für Anfänger sind bekannte Angebote wie Ubuntu, Linux Mint oder Fedora zu empfehlen, die noch dazu den Vorteil haben, das hinter ihnen eine große Community steht. Wer lieber einen macOS-artigen Desktop bevorzugt, könnte bei Elementary OS das Linux seiner Wahl finden. Ebenfalls ziemlich populär sind KDE Neon oder Manjaro Linux. Für ältere Rechner empfehlen sich wiederum Distributionen mit schlankem Desktop – also etwa Linux Mint Mate oder auch Xubuntu.

Wer hingegen das nötige technische Vorwissen mit sich bringt, dem eröffnet sich ein schier endloses Angebot für jeden Bedarfsfall. Neben Klassikern wie Debian gehört dazu vor allem Arch Linux. Hier muss man zwar so manches manuell einrichten, dafür gibt es umfangreiche Dokumentationen und Community-Support – und man lernt einiges darüber, wie so ein Betriebssystem funktioniert. Stellvertretend für die Palette an Spezialdistributionen sei noch das ganz auf Anonymität ausgerichtete Tails erwähnt.

Was sind die ersten Schritte in Richtung Linux?

Der erste Schritt ist der Download des Installations-Images der gewählten Distribution. Heutzutage handelt es sich dabei fast immer um sogenannte „Live Images“, die einen entscheidenden Vorteil haben: Sie lassen sich auf USB-Stick oder DVD einrichten, und anschließend direkt von diesen starten. Auf diese Weise lässt sich das gewählte Linux-System schon vorab – und ganz ohne Installation – ausprobieren.

Hat man sich einmal entschieden, ist der nächste Schritt jener zum Installer, der üblicherweise als Anwendung auf den Live-Images vorhanden ist. Der konkrete Ablauf der Installation variiert hierbei zwischen den einzelnen Distributionen, allen gemein ist aber, dass sich die Einrichtung mittlerweile mittels weniger Klicks erledigen lässt. Die Zeiten komplizierter Linux-Installer mit endlosen Einstellungsoptionen sind lange vorbei.

Zuvor gilt es aber noch den eigenen Rechner auf den Wechsel vorzubereiten, und das heißt vor allem: Ein Backup sämtlicher Daten anzulegen – oder am besten gleich zwei. Bei der Einrichtung eines neuen Betriebssystem wird nämlich die Festplatte neu aufgeteilt, und das heißt auch, dass üblicherweise alle Daten verlorengehen. Bei einer Dual-Boot-Installation – also parallel zu Windows – ist das zwar prinzipiell nicht so. Hier ist es dafür wichtig, vorher sicherzustellen, dass ausreichend Platz auf der Festplatte für das neue System frei ist – sonst scheitert die Installation unweigerlich.

 

Kubuntu setzt auf den KDE Plasma-Desktop.

Was sind die zentralen Unterschiede zu Windows?

Je nach Distribution kommen unterschiedliche Desktop-Umgebungen zum Einsatz, die sich mehr oder weniger stark von Windows unterscheiden. Viele setzen dabei auf den GNOME-Desktop, der beim ersten Start gleich die grundlegenden Prinzipien erklärt. An dieser Stelle sollte man als Neuling also aufmerksam mitlesen. Andere Desktops wie KDE/Plasma ähneln Windows stärker. Im Großen und Ganzen sollte eine Umgewöhnung aber keine sonderliche Hürde darstellen.

Ein grundlegender Unterschied: Ähnlich wie bei mobilen Betriebssystemen erfolgt die Programmverwaltung unter Linux mittels einer einheitlichen Softwarezentrale. Über diese wird nicht nur das Betriebssystem selbst auf dem Laufenden gehalten, hier finden sich auch zusätzliche Programme – die dann laufend über dieses Tool aktuell gehalten werden. Die zugehörigen Pakete werden üblicherweise von der jeweiligen Distribution geliefert, die diese aus dem Quellcode der einzelnen Programme erstellt. Mit Flatpaks und Snap gibt es allerdings aufstrebende neue Paketformate, die versuchen hier eine Vereinheitlichung zu erstellen – also distributionsübergreifende Pakete zu liefern. Für die Nutzer ist das weitgehend egal, denn auch diese bekommen sie aus ihrer Softwarezentrale. Proprietäre und kostenpflichtige Programme sind unter Linux hingegen die absolute Ausnahme, und werden auch nicht von allen Distributionen angeboten.

Bei den zentralen Anwendungen eines Linux-Desktops wird Neulingen vieles bekannt vorkommen. Bei den meisten Distributionen ist Firefox als Browser vorinstalliert, Chrome oder Chromium – die freie Basis des Google-Browsers – lassen sich aber üblicherweise problemlos nachreichen. Für Office-Aufgaben gibt es LibreOffice, Bildbearbeitung lässt sich beispielsweise via GIMP erledigen. Und auch sonst gibt es für fast jeden Bereich das passende Tool, ein Stöbern im Angebot lohnt sich also.

 

Auch bei Ubuntu werden alle Programme über die Softwarezentrale verwaltet.

Mit welchen Problemen muss ich rechnen?

Die Hardwareunterstützung unter Linux hat in den vergangenen Jahren massive Fortschritte gemacht. Trotzdem bleibt dies sicher die größte Hürde für einen Umstieg. Je nach Ausstattung des eigenen PCs kann es sein, dass einzelne Komponenten nicht – oder nicht optimal – funktionieren. Das gilt insbesondere für Laptops oder sehr neue Hardware. Gerade deswegen empfiehlt es sich auch, vorher das gewählte Linux-System mit einem Live-Image zu testen, um zu sehen, ob wirklich alles reibungslos klappt. Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, kann sich auch an jene Hersteller halten, die das freie Betriebssystem aktiv unterstützen. So hat etwa Dell einige Laptops mit vorinstalliertem Linux im Angebot, während Lenovo ganz generell Wert auf Linux-Kompatibilität setzt. Und dann gibt es noch eine Reihe von spezialisierten Hardwareanbietern rund um Linux wie System76 oder Purism.

Ein hartnäckiger Mythos ist hingegen, dass man ein IT-Profi sein muss, um einen Linux-Desktop nutzen zu müssen. Diese Behauptung mag vor zehn Jahren noch eine gewisse Berechtigung gehabt haben. Heutzutage ist der Griff zur Kommandozeile aber zumindest bei den beliebten Desktop-Distributionen längst optional geworden.

 

Fünf Gründe gegen Linux – darum scheitert der Umstieg (angeblich)

 

 

 

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CoreELEC Installation auf Magicsee N4

 

Nachdem der Heimserver mit OSCam und Tvheadend ausgestattet ist kommt nun die Frage wie ich mein Programm auf dem Fernsehgerät schauen kann. Neben Kodi auf dem FireTVStick gibt es zahlreiche Android Smart TV-Boxen. Im Folgenden installieren wir CoreELEC auf der TV-Box Magicsee N4.

 

Kurze Info zur Magicsee N4:

– Betriebssystem Android 7.1

– Amlogic S905X-CPU, Cortex-A53, Quad-Core

– 2 GB RAM + 16 GB ROM

– Ausgabe von 4K-Ultra-HD-Bildern

– H.265-Dekodierung, weniger Bandbreite und geringer Verbrauch

– 2,4 GHz WiFi

Es gibt sehr viele Hersteller und Modelle was die Boxen angeht, ich habe mich vor allem nach dem Preis gerichtet. Denn für 20€ inkl. Versand aus China kann man nichts falsch machen.

Bei der Auswahl einer TV-Box ist nur darauf zu achten dass das Android-System auf einem S905X CPU läuft und mind. 2 GB RAM und 16 GB ROM vorhanden sind um auch KODI ab Version 18 und 4K ohne Probleme zu geniessen.

 

Zur Installation benötigen wir:

– die TV-Box

– Fernsehgerät mit freiem HDMI-Slot

– eine MicroSD Karte (mind. 2GB)

– Zahnstocher

 

 

 

Schritt 1:

CoreELEC herunterladen

Das aktuelle Release findet ihr hier: https://github.com/CoreELEC/CoreELEC/releases/

Wir wählen die Datei „CoreELEC-S905.arm-<Versionsnr>.img.gz“ (auf Grund unseres S905X CPUs), speichern und entpacken diese.

 

 

 

Schritt 2:

Das CoreELEC Image auf die SD-Karten schreiben

Freunde des Terminals können sich hier mit ‚dd‘ austoben.

Wir zeigen euch jetzt aber eine einfache, grafische Variante mit Startup Disk Creator.

Oben wählen wir das CoreELEC Image aus, unten unsere SD-Karte und starten mit dem Button „Make Startup Disk“.

Anschliessend werden wir gefragt ob wir wirklich dieses Image auf diesen Datenträger schreiben wollen, was wir natürlich bestätigen. Ein Popup informiert uns über die erfolgreiche Installation.

Unser Dateimanager sollte nun die SD-Karte als Storage und COREELEC erkennen.

Nun müssen wir nur noch in das Verzeichnis /COREELEC/device_trees und kopieren in unserem Fall die Datei „gxl_p212_2g.dtb“ in das Hauptverzeichnis /COREELEC.

Hier muss die Datei nur umbenannt werden in dtb.img und die ggf. vorhandene Datei ersetzten.

 

 

Schritt 3:

CoreELEC muss auf die BOX

Jetzt wird es ernst! Wir brauchen den Fernseher und Zahnstocher.

Zuerst kommt die SD-Karte in ihren Slot und die Box wird per HDMI mit dem TV verbunden.

Bevor wir die Stromzufuhr anschließen müssen wir die Resettaste finden und gedrückt halten. Bei der Magicsee N4 findet man die Resettaste in der SPDIF-Buchse, nach ca.18mm.

 

Also Resettaste gedrückt halten und Stromkabel anschließen. Taste halten bis das CoreELEC Logo erscheint!

 

 

 

CoreELEC installiert nun und führt danach einen Neustart aus. Im Anschluss gibt eine kleine Einleitung uns die Möglichkeit unter anderem unserem heimischen Wlan zu verbinden.

 

 

 

Schritt 4:

CoreELEC für immer!

In Schritt 3 haben wir erfolgreich CoreELEC „installiert“. Es läuft und fühlt sich gut an. Doch sobald wir die SD-Karte entfernen startet die vorinstallierte Android-Version und wir schauen in die Röhre. Heißt für uns: CoreELEC muss tiefgehend installiert werden (flashen)! Dadurch haben wir nicht nur unsere SD-Karte zurück, sondern wir bemerken auch einen sehr schnellen Systemstart direkt in Kodi. Doch was müssen wir tun?

Install-to-Internal ist das Zauberwort. Hierfür loggen wir uns über SSH in CoreELEC, die IP findet ihr unter Systeminfo in Kodi.

Terminal öffnen:

ssh root@<ip-adresse>

Das geforderte Passwort ist standartmäßig: coreelec

kann zur Not kann es am TV-Gerät über den Menupunkt „Service“ geändert werden.

installtointernal

Mit „yes“ bestätigen.

Auch das Kopieren der Userdaten bestätigen.

Danach lassen wir CoreELEC arbeiten und genehmigen einen Neustart.

Wenn Kodi wieder geladen ist schalten wir die TV-Box per Fernbedienung aus, ziehen die SD-Karte und starten per Fernbedienung wieder ein. Es erscheint kurz das CoreELEC Logo und tata Kodi ist da!

 

Viel Spaß!

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Forumsdiskussionen zum Beitrag https://takealug.de/wordpress/community/diskussionen-zu-beitraegen-android/anleitung-zu-coreelec/#post-4

 

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OSCam – an Open Source Cardserver

OSCam ist nicht, wie fälschlicherweise häufig verbreitet, ein illegaler EMU, sondern ein Cardserver.

Die Vorteile von OSCam sind, dass es protokoll- und plattformübergreifend ist, und somit alle möglichen EMU´s/CAM´s „bedienen“ kann.

Das OS steht für Open Source, dass heißt, dass die Source (der Quelltext) für jeden zugänglich ist, und (theoretisch) jeder an der Weiterentwicklung helfen kann.

Easymouse 2

In diesem Howto installieren wir ein OSCam , auf dem eine HD01 Karte gelesen, und verwaltet  wird. Als USB-Kartenlesegerät setzen wir eine „Easymouse2“ voraus.

Dies ermöglicht uns, bzw unserem Tvheadend die HD+ Programme zu entschlüsseln.

Kommen wir zu der installation (angelehnt an Teil 1, Tvheadend)

  1. Installation OSCam
  2. Erstellen der Konfigurations Dateien
  3. Cardreader Installieren
  4. Autostart Konfigurieren
  5. Tvheadend mit OSCam verbinden

ab in die Konsole 😉

1. Installation OSCam

sudo -s

cd /usr/src 

apt-get install subversion dialog libusb-dev 

svn checkout http://www.streamboard.tv/svn/oscam/trunk oscam-svn 

cd oscam-svn 

make allyesconfig

make CONF_DIR=/etc/oscam

Anschliesend Wird das OSCam binary gebaut, es befindet sich im Unterordner Distribution.

Wir kopieren es nach /usr/bin/ und bennenen das Binary in oscam um.

cd Distribution 

cp oscam-1.20_svn(AktuellGebauteOSCamRevision)-x86_64-linux-gnu-ssl /usr/bin/oscam

2. Erstellen der Konfigurationsdateien

oscam.conf

mkdir /etc/oscam

joe /etc/oscam/oscam.conf

Folgendes einfügen + Abspeichern!

# oscam.server generated automatically by Streamboard OSCAM 1.20_svn SVN r11434
# Read more: http://www.streamboard.tv/svn/oscam/trunk/Distribution/doc/txt/oscam.server.txt

[global]
logfile = /var/log/oscam.log
maxlogsize = 2048

[cache]

[dvbapi]
enabled = 1
au = 1
pmt_mode = 4
listen_port = 9000
user = tvheadend
boxtype = pc

[webif]
httpport = 8888
httpuser = DeinBenutzernameZurAnmeldung
httppwd = DeinKennwortZurAnmeldung
httphideidleclients = 0
httpallowed = 127.0.0.1,192.168.0.0-192.168.255.255

oscam.user

joe /etc/oscam/oscam.user

Folgendes einfügen + Abspeichern!

# oscam.user generated automatically by Streamboard OSCAM 1.20_svn SVN r11432
# Read more: http://www.streamboard.tv/svn/oscam/trunk/Distribution/doc/txt/oscam.user.txt

[account]
user = tvheadend
pwd = PseudoKennwortVergeben
monlevel = 4
au = 1
group = 1

oscam.server

joe /etc/oscam/oscam.server

Folgendes einfügen + Abspeichern!

# oscam.server generated automatically by Streamboard OSCAM 1.20_svn SVN r11434
# Read more: http://www.streamboard.tv/svn/oscam/trunk/Distribution/doc/txt/oscam.server.txt

[reader]
label = HD01
description = HD01
protocol = mouse
device = /dev/hd01
autospeed = 0
caid = 1830
boxkey = A7.....7C
rsakey = BF....D5
detect = cd
mhz = 600
cardmhz = 368
ident = 1830:000000,003411,008011
group = 1
emmcache = 1,1,2,0
blockemm-unknown = 1
blockemm-g = 1

Anmerkung :

Boxkey und RSAkey könnt ihr euch z.b hier suchen :

RSA_BOX_key

 

oscam.dvbapi

joe /etc/oscam/oscam.dvbapi

Folgendes einfügen + Abspeichern!

P: 1830

Logfile und Cache anlegen, Berechtigungen anpassen

touch /var/log/oscam.log
mkdir /tmp/.oscam
chown -R hts:users /etc/oscam/*
chown -R hts:users /tmp/.oscam/*
chown -R hts:users /var/log/oscam.log

User hts zur Gruppe Dialout hinzufügen

Anmerkung :

So erlauben wir User hts auf das USB Device (den Kartenleser) zuzugreifen.

usermod -aG dialout hts

 

Geschafft!

3. Cardreader Installieren

Nach dem anschließen des Kartenlesers wird das Gerät meistens unter /dev/ttyusb0 angesprochen, es kann allerdings sein, insbesondere nach einem reboot, dass der Kartenleser plötzlich unter /dev/ttyusb1-9 zur verfügung steht.

Das ist schlecht und wollen wir nicht, denn wir haben in der oscam.server eingetragen, dass der Kartenleser unter /dev/hd01 angesprochen wird!

Die Lösung ist eine „udev rule“ anzulegen, der Kernel identifiziert das Gerät anhand der Hardware ID, oder Seriennummer und ist in der Lage den Kartenleser an jedem usb-port zu identifizieren.

Wir erstellen also eine Rule die Den Kartenleser Identifiziert, und bei Anschluss unter /dev/hd01 zur verfügung stellt.

In diesem Beispiel wird der Kartenleser unter seiner Vendor ID identifiziert

joe /lib/udev/rules.d/49-easymouse.rules

Folgendes einfügen + Abspeichern!

# Konfiguration für Smartcards über Easymouse2
#
# ID 0403:6001 Future Technology Devices International, Ltd FT232 USB-Serial (UART) IC
SUBSYSTEMS=="usb", ATTRS{idProduct}=="6001", ATTRS{idVendor}=="0403",SYMLINK+="hd01", KERNEL=="ttyUSB[0123456789]"

 

Jetzt noch die Positionen der „Dipschalter“

1.unten ; 5V

2.unten; Phoenix

3.oben ; –>

4.oben ; 6MHz

 

 

4.Autostart Konfigurieren

joe /lib/systemd/system/oscam.service

Folgendes einfügen + Abspeichern!

[Unit]
Description=OScam
After=network.target
Requires=network.target

[Service]
User=hts
Group=users
Type=forking
ExecStart=/usr/bin/oscam -b -B /var/run/oscam.pid
ExecStop=/bin/rm /var/run/oscam.pid
TimeoutStopSec=1
Restart=always
RestartSec=5
StartLimitInterval=0

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Autostart aktivieren

systemctl daemon-reload

systemctl enable oscam.service

 

Jetzt Starten wir unsern PC neu, anschließend sollte OSCam unter http://meine-server-ip:8888 erreichbar sein.

reboot

Wir können uns nun einloggen mit unserem vergebenen Usernamen + Kennwort aus der oscam.conf

 

einmal unter Live-Log schauen ob es Probleme gibt, insbesondere ob die HD01 Karte korrekt erkannt wird.

Wenn das Log in etwa so ausschaut, :

wurde die HD01 Karte korrekt unter /dev/hd01 erkannt und gestartet. 🙂

nun zum letzten schritt,

5.) Tvheadend mit OSCam verbinden

Wir haben in der oscam.conf unter der sektion DVBAPI eingestellt, dass OSCam auf port 9000 für User tvheadend auf anfragen lauschen soll, dies müssen wir in tvheadend nun auch so einstellen.

also, einmal mit z.b Firefox http://deine-server-ip:9981/tvheadend aufrufen und als „Admin“ einloggen.

unter Konfiguration / CAś nun einen neuen Client mit dem TYP CAPMT hinzufügen.

 

 

 

 

 

 

Mit dem Klick auf +Anlegen wird das Socket aktiviert + gespeichert.

Jetzt starten wir am besten den Server neu und kontrollieren anschließend im OSCam Log ob dort die Information auftaucht, dass sich User tvheadend verbunden hat, ebenso sollte in tvheadend unter Konfiguration CAś bei der Schnittstelle „oscam“ ein grüner Haken stehen.

Geschafft!

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Forums Diskussionen zum Beitrag https://takealug.de/wordpress/community/oscam/anleitung/#post-2

 

 

 

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